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Die Geburtsstunde der Unzucht - Erlangens Mixed DM Premiere

veröffentlicht um 04.06.2012, 02:53 von Johannes Schöck   [ aktualisiert: 02.07.2012, 08:08 ]
Die ursprünglich namensgebende Gründung des Team "Unwucht Erlangen" fand im Jahre 2002 statt. 10 Jahre später ist kaum jemand der ursprünglichen Mannschaft dabei, doch gab es quasi zum Jubiläum ein sehr feiernswertes Ereignis: zum ersten Mal konnte die Unwucht ein echtes Mixed Team auf eine DM schicken!
Angefangen hat alles 2011 mit den wenigen starken Frauen die über die letzten Jahre in Erlangen angefangen oder dorthin gewechselt sind. Dann, durch drei glückliche weitere Zugänge erfahrener Spielerinnen im selben Jahr träumten wir bereits von der Mixed DM 2012! Kurz nach der Anmeldung im Frühjahr stand dann allerdings auch schon fest, dass es eine Quali geben würde und unsere Hoffnungen sanken, ob wir genügend Spielerinnen und Spieler für eine Quali UND die eigentliche DM auftreiben könnten, geschweige denn uns zu qualifizieren.
Doch glorreich konnten wir die von uns selbst in Nürnberg ausgerichtete Quali bestehen mit den wichtigsten Siegen über die Tiefseetaucher, Potsdam und Jena. Selbst das ungeschlagene "Team der Liebe" hat es erst beim Universe-Point geschafft gegen uns in Führung zu gehen. Nach bestandener Quali ging das Training weiter - es prallten in den Wochen vor der Quali immer wieder verschiedene Philosophien und Spielweisen aufeinander. Noch nie hatten wir so viele Leute die Ahnung von gutem Ultimate hatten und unsere lockere, hierarchielose Struktur führte dazu, dass wir erst ein paar verbissene Trainingseinheiten mit gegenseitigem Ankeifen brauchten, um zu verstehen, dass wir uns einfach nur auf einen Plan einigen mussten, um erfolgreich und mit Spaß auf (und neben!) dem Feld ein Team zu sein.
Das DM-Wochenende kam danach schnell angedüst und wir brachen zu einer lustigen Zugfahrt nach München auf. Am Samstag war unser erstes Spiel gegen etwa gleich gesetzte Hannoveraner. Wir empfanden unseren Setzplatz als unterschätzt und errechneten uns einen Sieg. Vielleicht war das, oder die schwüle Witterung, der Grund, dass wir über das gesamte Spiel hinweg nicht unsere Form und in "unser Spiel" fanden - und 11:13 verloren. Durch den etwas merkwürdigen Turniermodus stand somit schon fest, dass wir nicht mehr unter die Top 16 kommen konnten.
Die nächsten Gegner kamen von ganz unten auf der Setzliste und ermöglichten uns ein wenig freier unser Spiel zu suchen, doch auch gegen Frisbee Fieber aus Giesen (13:2) und die freundlichen und uns wohl bekannten Baybees aus Bayreuth (11:5) kamen wir nicht so recht in Fahrt.


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