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Die 1. inoffizielle Frankenmeisterschaft 2008

veröffentlicht um 11.06.2010, 14:36 von Unwucht Erlangen   [ aktualisiert: 14.06.2010, 13:50 ]
Leuchtende Augen, ausgelassene Stimmung und einen heftigen Sonnenbrand auf allen Gesichtern. Am Ende eines wunderbaren Tuniertages hielt das Erlanger Team und seine Multikulti-Verstärkung einen riesigen Pokal mit bis zum Rand gefülltem, gutem Bamberger Bier in den Händen: Den offiziellen Pokal der 1. inoffiziellen Frankenmeisterschaft, die das Bamberger Team auf dem Unisport-Gelände ausgerichtet hatte.

Fünf Mannschaften waren angetreten: Würzburg, Bayreuth, Bamberg, Erlangen und die spontan ins Frankenländle eingemeindeten Regensburger. Das Erlanger Team bestritt gleich das erste Spiel gegen Bayreuth, konnte dem Befehl von Johannes, "die doch endlich mal zu schlagen" allerdings nicht ganz nachkommen. Für ein 9:9 reichte es aber glücklicherweise. Besser sah es dann schon beim Spiel gegen Regensburg aus, das das Erlanger Team mit leichtem Vorsprung gewann. Und dann stand der dritte Gegner auf der Linie. Die Magie der Zahl drei wird ja immer wieder betont (nicht zuletzt von der Kirche und wenn das mal keine Instanz ist), aber beim Spiel gegen Würzburg wollte sie sich einfach nicht einstellen (wahrscheinlich war der böse Blick des Frisbee-Gottes auf uns gefallen). Fang- und Leichtsinnsfehler führten nicht nur sehr schnell zu einer eindeutigen Unterlegenheit der Erlanger sondern auch zu einer katastrophalen Teamstimmung. Die Idee eines Stacks schien sich irgendwo im Nichts verflüchtigt zu haben. Jedenfalls blieb er während des ganzen Spiels verschollen und ließ sich auch durch überlaute Beschwörungen vom Spielfeldrand nicht auf das Feld zurück bewegen. Und so mussten die Erlanger das Spiel mit hängenden Köpfen und großem Punkteabstand verlogen geben.

Trotz der Niederlage traten danach Julia und Nick voller Motivation zur Bier-Kloß-race an. Aber Motivation hin oder her, Julias Schluck-Kaumuskeln versagten einfach vor der klebrigen Konsistenz des Klosses, der so schnell wie möglich und ohne Hände von einer Scheibe gemampft werden musste (das klingt leichter als es ist!). Erneute Niederlage also.

Danach stand das Spiel gegen die Gastgeber an: und Erlangen gewann das Lokalderby! Damit war der Weg ins Finale frei. Allerdings sahen die Aussichten wenig rosig aus, da erneut die Würzburger auf der gegnerischen Linie standen. Aber was für eine Umkehr der Spielleistungen! Das Erlanger Team war auf einmal wie ausgewechselt, und spielte nicht nur eine einwandfreie Offense sondern vor allem eine schnelle Defense, der die Würzburger konditionell nicht mehr Herr werden konnten. Und so endete das Finale genauso eindeutig wie das erste Spiel gegen Würzburg nur mit umgekehrten Vorzeichen. Und Erlangen war Tuniersieger!

Ein kleines, aber feines Tunier mit tollen Gastgebern, vielen bekannten Gesichtern, sehr viel Frisbeespaß, vielen starken Sonnenstrahlen - und wenig Sonnencreme. Ach ja, der Riesenpokal ist übrigens ein Wanderpokal, das heißt, dass er nächstes Jahr wieder verteidigt werden muss. Und zwar fulminant! Das Erlanger Mulitkulit-Team: Cagatay, Christine, Flori, Jenny, Johannes, Julia, Matthew, Nick (Erlangen), Frank (Nürnberg); Basti, David (Ingolstadt); Christoph (Halle) kulinarisch-moralische Spielfeldrand-Unterstützung: Jessica, Melissa, Neville
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